Reformpädagogik

Mit „Reformpädagogik“ wird eine pädagogische Epoche bezeichnet, die wir in der Zeit von 1890 bis 1933 (D) bzw. 1936 (international) eingrenzen können und in der sowohl die Theoriebewegung einer neuartigen Praxis wie auch eine neuartige Praxis einer nur teilweise einheitlichen Theoriebewegung folgte, deren pädagogische Themen, die das Selbstverständnis der Epoche geprägt haben, mit den Begriffen „Entwicklung“, „natürliche Erziehung“ und „Pädagogik vom Kinde aus“ zusammen hängen. Wir finden in den Modellen der Reformpädagogik zahlreiche Anregungen für eine moderne Unterrichts- und Schulentwicklung. Wir finden heute in den Modellen der Reformpädagogik ein pädagogisches Fundament für die Entwicklung einer modernen Schule.

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Interkulturalität als Provokation für die Pädagogen

Ich schreibe nicht, um zu sagen: „So ist es!“ Ich schreibe, um über etwas nachzudenken, um über eben dieses in einen Dialog treten zu können.

Bildung ist damit einerseits verbindlich als Bildung für die Erhaltung der Welt, für die Friedensfrage, für das Zusammenleben der Menschen und auch für die individuelle Verwirklichung des einzelnen. Anderseits muss sie so plural sein, dass Lebensformen, ethnische Kulturen und auch Aneignungsgegenstände in ihrer Relevanz nur durch große Verbindlichkeiten begrenzt sind: „Hier hat nicht eine Religion, eine pädagogische Richtung, eine nationale Kultur, eine Gruppe (ein Geschlecht, eine soziale Schicht, eine Lebensweise) das Recht auf Vorherrschaft (etwa im Curriculum). Pädagogik der Vielfalt zielt auf sozial gleiche Chancen, um Individualität zu entfalten, und ist nicht hegemonial orientiert.“ (Preuss-Lausitz, U., Die Kinder des Jahrhunderts. S. 34)

Zitiert aus: Eichelberger, Harald: & Furch, Elisabeth (Hrsg.): Kulturen – Sprachen – Welten. Die Herausforderung (Inter)-Kulturalität, Innsbruck 1998. Studienverlag.

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Reformpädagoginnen & Reformpädagogen

Reformpädagoginnen & Reformpädagogen - siehe auch - http://www.blikk.it/blikk/angebote/reformpaedagogik/rpg10000.htm

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Die Bedeutung der Reformpädagogik

Die Epoche der Reformpädagogik war eine Epoche der pädagogischen Veränderungen und sie ist eine Epoche, die heute mehr denn je in Österreich impulsgebend werden kann. Diese Epoche einer pädagogischen Erneuerung, die ungefähr mit dem Ende des vorigen Jahrhunderts begonnen hat und von dem Auftreten der großen Persönlichkeiten her gesehen abgeschlossen scheint, ist allgemein gekennzeichnet durch die Suche nach humaneren Formen in der Schule. Diese Suche jedoch ist auch heute noch nicht beendet. Fast alle Modelle der Reformpädagogik weisen ein gemeinsames pädagogisches Bemühen auf: Das systematische Lernen und das persönliche Erleben in einen angstfreien Bildungsprozess zu integrieren.

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Die Bedeutung der kindlichen Entwicklung in den reformpädagogischen Modellen für die aktuelle Schulentwicklung

Das pädagogische Konzept einer reformpädagogischen Schule orientiert sich grundsätzlich an Fragen, Bedürfnissen und Interessen des Kindes – ein notwendiges Kriterium für eine „Pädagogik vom Kinde aus“; eine solche Pädagogik ist verbunden mit einem Verständnis von Lernen als eine aktive, kreative, die Selbstständigkeit fördernde, lebensverbundene und „natürliche“ Tätigkeit;

Zitiert aus: Eichelberger, Harald & Laner, Christian (Hrsg.): Zukunft Reformpädagogik. Neue Kraft für eine moderne Schule. Studienverlag. Innsbruck 2007

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The Importance of Reform Pedagogy

The era of reform pedagogy was an era of educational change, and it is an era which today more than ever can give a fresh impetus to education in Austria. Reform pedagogical concepts are concepts of a more open school. School requires reform pedagogical concepts if it is to open up.

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  • Montessori-Pädagogik

    „Wenn wir sprächen von einer „Hilfe für die menschliche Person, ihre Unabhängigkeit zu erobern“, von einem „Mittel, sie von der Unterdrückung durch alte Vorurteile über die Erziehung zu befreien“, dann würde alles klar sein. Die menschliche Personalität muss in den Blick genommen werden und nicht eine Erziehungsmethode: die Verteidigung des Kindes, die wissenschaftliche Erkenntnis seiner Natur, die Proklamation seiner sozialen Rechte müssen an die Stelle der zerstückelten Weisen, die Erziehung zu konzipieren, treten.“ (Maria Montessori, Über die Bildung des Menschen)

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  • Daltonplan-Pädagogik

    „Es (das Eigenstudium – Verf.) weckt in dem Kind einen Geist des Selbstvertrauens und der Initiative; dadurch beginnt sofort die Charakterbildung. Das ist Lebenserfahrung für das kleine Kind. Es lernt seiner eigenen Lebenserfahrung entsprechend zusammen mit seinen Mitschülern, die alle das gleiche Abenteuer suchen. Es formt während seines Schullebens die gleichen Beziehungsarten aus, die es später im Geschäfts- oder Berufsleben antreffen wird. Es lernt, indem es versucht (He is learning by trying).” (Parkhurst, Helen, Education on the Dalton-Plan)

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  • Jenaplan-Pädagogik

    „Wie muss diejenige Erziehungsgemeinschaft gestaltet werden, in welcher sich ein Menschenkind die beste Bildung erwerben kann, d.h. eine Bildung, die seinem, in ihm angelegten und treibenden Bildungsdrange angemessen ist, die ihm innerhalb dieser Gemeinschaft vermittelt wird und die es reicher, wertvoller zur größeren Gemeinschaft zurückführt und dieser als tätiges Glied wiederum übergibt? Oder kürzer, wie soll die Erziehungsgemeinschaft beschaffen sein, in der und durch die ein Mensch seine Individualität zur Persönlichkeit vollenden kann?“ (Petersen, Peter, Der Kleine Jenaplan)

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  • Freinet-Pädagogik

    „Die Schule von morgen wird das Kind als Glied der Gemeinschaft in den Mittelpunkt ihres erziehlichen Bemühens stellen. Von seinen wesentlichen Bedürfnissen, hingeordnet auf die Belange der Gesellschaft, der es angehört, sind die von ihm zu erwerbenden manuellen und geistigen Fertigkeiten, das Bildungsgut, die Art der Vermittlung des Bildungsgutes und die Art und Weise seiner Erziehung abzuleiten. Es handelt sich bei diesem Vorgehen darum, die Schule wahrhaft wieder in eine vernünftige, wirksame und menschliche Form zu bringen, die es dem Kind erlaubt, zu einer möglichst vollkommenen Entfaltung seiner Menschlichkeit zu kommen.“ (Freinet, Célestin, Die moderne französische Schule)

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  • Martin Wagenschein

    „Versucht man von hier aus eine erste Definition des exemplarischen Lehrens, so könnte man sagen: Es ist die Art der Gründlichkeit, die von einem einzelnen aufs Ganze geht – und zwar, indem es durch eindringliches Verweilen den ganzen Menschen anfordert und auch das ganze des Faches (ja unter Umständen der geistigen Welt) erhellt, insofern es als Beispiel repräsentativ ist.“ (Wagenschein, Martin, in: Roth, Heinrich, Exemplarisches Lehren)

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