Unterrichtsentwicklung

Die moderne reformpädagogische Schule zeichnet sich durch lernfördernde, kindgerechte und gemeinsame Maßnahmen aus, die die Schule zu einem Zentrum des miteinander Lebens und Lernens machen!

Grundmotiv einer Unterrichtsentwicklung nach der Reformpädagogik ist die kulturkritische Auseinandersetzung mit der Schule, die sich als „Lehrer-“ und „Stoffschule“ darstellt. Die Reformbestrebungen sind im Grundverständnis auf eine Schulreform und eine Gesellschaftsreform ausgerichtet. Hermann Röhrs nimmt zu diesem Thema eindeutig Stellung: „Durch eine neue Erziehung der jungen Menschen zu potenziell besseren Bürgern für eine neue Gesellschaft von morgen gilt es diesen Wandel ganz im Sinne Rousseaus einzuleiten.“

Ziel einer Unterrichtsentwicklung nach der Reformpädagogik ist die Veränderung (Verbesserung – Verf.) der Gesellschaft durch die Schule. Der heute anzustrebende Wandel der Gesellschaft in eine inklusive Gesellschaft, die den Einzelnen als Subjekt, als Wert an sich anerkennt, der sich nicht in der „Nützlichkeit“ und „Produktivität“ des Menschen darstellen kann, benötigt wieder „Reformpädagoginnen und Reformpädagogen“, die ihre Kraft in dieses Ziel investieren.

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Beiträge reformpädagogischer Modelle zur aktuellen Schulreform

Symposium 2014 - Pädagogische Hochschule Vorarlberg - Feldkirch

Harald Eichelberger

Mein selbst gewähltes Thema versteckt ein kleines Dilemma. Das Thema das Referates beinhaltet zwei Schlüsselbegriffe: „reformpädagogische Modelle“ und „aktuelle Schulreform“. Über reformpädagogische Modelle wird sicherlich schon ausführlich referiert werden. Daher werde ich mich entscheiden, den Schwerpunkt meines Referates auf den zweiten Schlüsselbegriff zu verlegen: die aktuelle Schulreform. Sie werden sich nun vielleicht fragen: „Welche aktuelle Schulreform?“ Da ich darauf mangels einer aktuellen Schulreform in Österreich leider keine Antwort weiß, möchte ich ihnen vorschlagen, dass ich ihnen eine Skizze bieten darf, wie eine aktuelle Schulreform in Österreich aussehen könnte, die auf den didaktischen Werten einiger reformpädagogischer Modelle beruht.

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Die moderne Schule. Reformpädagogische Unterrichtsentwicklung

Christian Laner/Harald Eichelberger/Karin Dietl
Schule neu gedacht – Schule neu gemacht
Die moderne Schule. Reformpädagogische Unterrichtsentwicklung

Ausgangspunkt für aktives und nachhaltiges Lernen: Reformpädagogische Konzepte und Unterrichtsentwicklungsprozesse dokumentiert anhand von Szenen aus dem Schullalltag

Niemand kann heute mehr sagen, was unsere Kinder morgen in ihrem Leben erwarten wird. Welche Kompetenzen sollten sich Kinder in der Schule aneignen, damit sie sich auf die Herausforderung des Lebens einstellen können? Wir brauchen aktive, initiative und kreative Kinder, die die Bedeutung des Lernens für ihr ganzes Leben als wesentlich angenommen haben, die forschen und entdecken können, die fähig sind zur Teamarbeit, die sich etwas zutrauen und die in der Schule ihren ersten Lebensentwurf denken können. Szenen aus dem Schullalltag als Ausgangspunkt für aktives und nachhaltiges Lernen und Kompetenzen sind die Grundlage für dieses Buch. Nicht unterrichten, sondern lernen ist der Mittelpunkt des schulischen Lebens. Reformpädagogische Konzepte leiten uns an. Diese Schule macht Kinder selbstbewusst. Aktives Lernen an Stelle von Unterrichtet-Werden, mitbestimmen statt ausführen, Verantwortung übernehmen, über sich selbst bestimmen und forschen, entdecken und diskutieren, dokumentieren, entwerfen und konstruieren stehen im Zentrum der schulischen Aktivitäten. Das Buch dokumentiert die pädagogischen Grundlagen und Unterrichtsentwicklungsprozesse an reformpädagogischen Schulen.

 

Vorschläge zur innovativen Entwicklung des Bildungs- und Schulwesens in Österreich

Sie finden hier Vorschläge zur Entwicklung des Bildungs- und Schulwesens in Österreich. Diese Vorschläge werden sich an den Kriterien einer „guten“ Schule, an den Kriterien von „Öffnung der Schule„ und an den „europäischen Trends“ orientieren. Es sind Vorschläge, die die Diskussion – hoffentlich – in Gang setzen.

Zitiert aus: Eichelberger, Harald u. a.: Freiheit für die Kinder – Freiheit für die Schule. Innsbruck 2008. Studienverlag.

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"Grünes" Bildungsprogramm (ca.1996)

Die wichtigste Ursache für die Gefährdung der natürlichen Grundlagen des Lebens ist jene Lebensweise, die seit mehr als hundert Jahren den Entwicklungsweg der europäischen Zivilisation bestimmt. Das Ökosystem der Erde müsste zusammenbrechen, wenn die gesamte Weltbevölkerung ebenso viel an Energie, Wasser, Luft und anderen Naturgütern verbrauchte, wie heute die reichsten 10 Prozent in den Wohlstandsregionen Europas, Amerikas und Asiens. Der Kollaps wird nur zu vermeiden sein, wenn die restlichen Gesellschaften rechtzeitig einen neuen Weg beschreiten. Dieser Weg erfordert radikale Änderungen von Haltungen und Verhaltensweisen, eine technologische Revolution, die den Schwerpunkt der Innovationen auf den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen legt, und eine globale Perspektive der Politik.

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Was wir von PISA lernen können

Nicht das „Project of International Student Assessment“ wird in diesem Kapitel zur Diskussion stehen, sondern ausschließlich der Aspekt, was aus den PISA-Studien an Bildungsperspektiven für einen Staat und dessen Bildungspolitik ableitbar und als Konsequenz diskutierbar ist. Positiv gefragt: Was können wir von PISA lernen?

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