Unterrichtsentwicklung

Die moderne reformpädagogische Schule zeichnet sich durch lernfördernde, kindgerechte und gemeinsame Maßnahmen aus, die die Schule zu einem Zentrum des miteinander Lebens und Lernens machen!

Grundmotiv einer Unterrichtsentwicklung nach der Reformpädagogik ist die kulturkritische Auseinandersetzung mit der Schule, die sich als „Lehrer-“ und „Stoffschule“ darstellt. Die Reformbestrebungen sind im Grundverständnis auf eine Schulreform und eine Gesellschaftsreform ausgerichtet. Hermann Röhrs nimmt zu diesem Thema eindeutig Stellung: „Durch eine neue Erziehung der jungen Menschen zu potenziell besseren Bürgern für eine neue Gesellschaft von morgen gilt es diesen Wandel ganz im Sinne Rousseaus einzuleiten.“

Ziel einer Unterrichtsentwicklung nach der Reformpädagogik ist die Veränderung (Verbesserung – Verf.) der Gesellschaft durch die Schule. Der heute anzustrebende Wandel der Gesellschaft in eine inklusive Gesellschaft, die den Einzelnen als Subjekt, als Wert an sich anerkennt, der sich nicht in der „Nützlichkeit“ und „Produktivität“ des Menschen darstellen kann, benötigt wieder „Reformpädagoginnen und Reformpädagogen“, die ihre Kraft in dieses Ziel investieren.

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Für eine „bessere Schule“ ... Ideen der Reformpädagogik

Soll Erziehung als eine Art Konfektionsarbeit verstanden werden, die der Verfertigung von Kindern (das heißt ihrer Herstellung und Abrichtung) dient, oder heißt Erziehung Freisetzung des Kindes zu seiner eigenen Selbstgestaltung?“ (Böhm, Winfried, Was ist „aktuell“ an Montessori? In: Fuchs, Brigitta & Harth-Peter, Waltraud (Hrsg.), Montessori-Pädagogik und die Erziehungsprobleme der Gegenwart, Würzburg 1990, S. 24)

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Schule neu gedacht – Schule neu gemacht – Teil 2: Unterrichtsentwicklung Grundschule

Die Unterrichtsentwicklung an den Grundschulen

Die folgende Dokumentation der Unterrichtsentwicklung besteht größtenteils aus den Texten der Lehrerinnen und Lehrer zu ihrer eigenen Arbeit. Es ist den Verfassern wichtig, die Personen zu Wort kommen zu lassen, die die Unterrichtsentwicklung tragen und leben. Gleichzeitig möchten wir allen Lehrerinnen und Eltern und auch der Öffentlichkeit das Potenzial zeigen, dass diese Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Arbeit täglich aktualisieren.

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Schule neu gedacht – Schule neu gemacht – Teil 3 : Unterrichtsentwicklung Mittelschule

Unterrichtsentwicklung – Mittelschule

Das Team der Lehrerinnen und Lehrer an den Mittelschulen St. Martin haben zu Beginn der Unterrichtsentwicklung keineswegs Präferenzen für ein bestimmtes reformpädagogisches Modell erkennen lassen. Besprochen wurden einzelne Elemente aus den beschriebenen reformpädagogischen Modellen, aus denen – dem Entwicklungsverlauf folgend – ein eigenständiges Konzept entwickelt wurde. Maria Montessoris Idee einer „Vorbereiteten Umgebung“ und Helen Parkhursts Idee der „subject corners“ bzw. der sich daraus entwickelt habenden Facharbeitsräume führten zur Gestaltung einer Lernumgebung und einer Unterrichtsumgebung. In der Lernumgebung wurde die Freiarbeit angesiedelt. Die Klassen wurden als Unterrichtsumgebung so umgestaltet, dass selbständigeres Lernen und Arbeiten der Schülerinnen und Schülern verwirklicht werden kann.

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Schule neu gedacht – Schule neu gemacht – Teil 1: Reformpädagogische Unterrichtsentwicklung

Dies ist die Geschichte einer erfolgreichen, modernen Unterrichtsentwicklung. In dieser dokumentarischen Geschichte haben die Lehrerinnen und Lehrer auf der Grundlage der Rahmenrichtlinien und reformpädagogischen Modellen ihren Unterricht reflektiert und neu konzipiert. Daraus erklärt sich auch der Titel dieser Dokumentation: „Schule neu gedacht – Schule neu gemacht“. Der Aufbau der Dokumentation ahmt die zeitliche Abfolge der Unterrichtsentwicklung nach. Wir beginnen mit der Diskussion der Grundlagen der Unterrichtsentwicklung. Wir diskutieren die Rahmenrichtlinien und zeigen die pädagogischen Elemente der reformpädagogischen Modelle in ihrer Bedeutung für eine zeitgemäße und moderne Unterrichtsentwicklung.

Im zweiten Teil der Dokumentation kommen dann hauptsächlich die Lehrerinnen und Lehrer zu Wort, die diese Unterrichtsentwicklung mit ihrem Engagement und ihrem professionellen Studium getragen haben und noch immer weiter entwickeln. Sie zeigen mit der literarischen Darlegung ihrer unterrichtlichen Arbeit und ihrem Denken über Kinder und Pädagogik, wie Lehrerinnen und Lehrer sich auf den Weg machen können, um ihren Unterricht zu gestalten und zu entwickeln. In diesem Sinne soll diese Geschichte allen Lehrerinnen und Lehrer Mut machen, Unterricht, Schule und sich selbst zu entwickeln und ihre professionelle gestalterische Kraft zur Verbesserung des Unterrichts und der Schule im Sinne einer Individualisierung des Lernens einzusetzen.

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Reformpädagogik in der Regelschule: Was ihr Kind davon profitieren kann

Doch ist die Ausrichtung einer Schule nach einem einzigen pädagogischen Konzept in der internationalen Schulentwicklung schon jahrelang überholt. Jede reformpädagogische Richtung bietet eine oder mehrere Stärken, Schwerpunkte, Entwicklungschancen und sicher auch Schwächen.

Zitiert aus: Eichelberger, Harald & Laner, Christian (Hrsg.): Zukunft Reformpädagogik. Neue Kraft für eine moderne Schule. Studienverlag. Innsbruck 2007.

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