Unterrichtsentwicklung

Die moderne reformpädagogische Schule zeichnet sich durch lernfördernde, kindgerechte und gemeinsame Maßnahmen aus, die die Schule zu einem Zentrum des miteinander Lebens und Lernens machen!

Grundmotiv einer Unterrichtsentwicklung nach der Reformpädagogik ist die kulturkritische Auseinandersetzung mit der Schule, die sich als „Lehrer-“ und „Stoffschule“ darstellt. Die Reformbestrebungen sind im Grundverständnis auf eine Schulreform und eine Gesellschaftsreform ausgerichtet. Hermann Röhrs nimmt zu diesem Thema eindeutig Stellung: „Durch eine neue Erziehung der jungen Menschen zu potenziell besseren Bürgern für eine neue Gesellschaft von morgen gilt es diesen Wandel ganz im Sinne Rousseaus einzuleiten.“

Ziel einer Unterrichtsentwicklung nach der Reformpädagogik ist die Veränderung (Verbesserung – Verf.) der Gesellschaft durch die Schule. Der heute anzustrebende Wandel der Gesellschaft in eine inklusive Gesellschaft, die den Einzelnen als Subjekt, als Wert an sich anerkennt, der sich nicht in der „Nützlichkeit“ und „Produktivität“ des Menschen darstellen kann, benötigt wieder „Reformpädagoginnen und Reformpädagogen“, die ihre Kraft in dieses Ziel investieren.

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Eine (Schul-) Führung

Stellen sie sich einfach vor, sie sind Besucher an „unserer – neu gedachten“ Schule, und ich führe sie nun durch diese Schule und erkläre ihnen auch alles, was sie so von einer Schule eben wissen wollen. Zuallererst möchte ich ihnen gerne erklären, dass...

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Lebensbegleitendes Lernen - was sonst?!

Die Idee vom lebenslangen Lernen muss überdacht und erweitert werden. Denn außer notwendigen Anpassungen an ein verändertes Berufsleben muss lebenslanges Lernen eine fortlaufende Entwicklung der Persönlichkeit jedes Menschen beinhalten, seines Wissens und seiner Fähigkeiten, doch auch seines Urteils- und Handlungsvermögens.

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Expertise (über eine Schule, die es leider nicht mehr gibt)

Das didaktische System einer Schule gibt Aufschluss darüber, was in einer Schule wie gelernt wird. Die Klarheit eines didaktischen Systems ist Voraussetzung für die gemeinsame Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer einer Schule und für die grundsätzliche Orientierung der Eltern, was eine bestimmte Schule für ihre Kinder bietet.

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Freiheit für die Schule - notwendige Schulentwicklung

Die folgende Diskussion sehen wir unter den Perspektiven eines möglichen Lernprozesses aus den PISA-Studien. Für schulische Erneuerung ist offenbar die „Schulautonomie“ eine entscheidende Faktorengröße. Der Wechsel von bürokratischer Regelung zur weitgehenden Schulautonomie,  von Top – Down zu Bottom – Up, scheint sich in den meisten postindustriellen Gesellschaften durchzusetzen. Dieser Wechsel der Strategien der Schulentwicklung bringt auch mit sich, dass Schulen vor allem in der Grundorientierung, die nicht mehr zentralistisch gesteuert wird, in der Wissensauswahl, die durch offene Prozesse gesteuert wird, ohne sich durch Lehrpläne allzu sehr einschränken zu lassen, in den Zielsetzungen, die regionalen Veränderungen unterliegen können, in der personenorientierten Intention und schließlich in der Konzentration auf eine einzelne Schule als pädagogische Einheit Autonomie anstreben. (Vgl. auch Oelkers, Jürgen: Schulreform und Schulkritik, Würzburg 1995, S. 155 f.)

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Mobile – eine neue Schule entsteht – eine Anregung

Mobile soll eine offene Ganztagsschule (mit Kindergarten und Vorschule) mit reformpädagogischem Hintergrund (Montessori-Pädagogik, Freinet-Pädagogik, Jenaplan-Pädagogik, Daltonplan-Pädagogik, Anthroposophie, Konzept von R. und M. Wild, …) werden. In dieser Schule soll die Entwicklung des Kindes als ein dialogischer Lernprozess betrachtet werden. Sie nimmt sich mit Offenheit aller Stärken und Schwächen der Kinder, sie erkennt die Kinder … Sie schafft Ausgeglichenheit zwischen Nicht-Direktivität und klaren Strukturen. Mobile fördert das Zusammenspiel vieler Lernwege und das individuelle Wachstum der Kinder. Mobile soll getragen sein von der Haltung, dass Lernen immer ein gegenseitiger Prozess ist – ein Prozess für Lehrende und Lernende. Alle an der Schule beteiligten Personen befinden sich in einem ständigen Lern- und Entwicklungsprozess, auch die Schule selbst ist eine „lernende Organisation“. Mobile als Anregung zur Schulentwicklung!

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